Liebe Sindy, vielen lieben Dank für Deinen tollen Beitrag. Er hatte bereits nach dem ersten Lesen zu 2 Sportankäufen geführt 😉
Aber genau so soll es ja sein! Deine wundervollen Beispiele haben mich dazu bewogen, endlich zu kaufen, was schon mindestens 4 Mal eher in meinem Warenkorb war…

Ich muss zugeben, dass ich deinen Blog erst Anfang des Jahres wirklich durchforstet habe- viel zu spät!
Allerdings habe ich mich sofort durch deinen Blog geklickt und glatt die Zeit vergessen 😉

Dein Stil trifft genau meinen Geschmack- geradlinig, schlicht und trotzdem mit dem gewissen Etwas! Von der Stoffauswahl mal ganz zu schweigen! 

Also lieber Leser,
schnell noch einen großen Kaffee oder leckeren Tee holen und schön weiter lesen 😉
Es lohnt sich wieder einmal!
(das Anklicken der Bilder wird ausdrücklich gewünscht- damit bekommt ihr noch mehr Details)

Und damit übergebe ich das Wort an Sindy:

So eine Reihe habe ich mir schon lange gewünscht, liebe Fina. Was kann inspirierender sein, als zusammen mit einer Nähbloggerin durch ihre Lieblingsschnitte zu flanieren?

Ich sah die Idee zu dieser Reihe und wusste, da mag ich dabei sein. Sofort kamen mir 2-3 Schnitte in den Sinn, die ich ohne groß nachzudenken als Lieblingsschnitt betiteln würde. Je mehr ich jedoch über meine Schnittwahl nachdachte, desto mehr Schnitte kamen hinzu. Am Ende wurden alle Schnitte, die derzeit umgesetzt in meinem Kleiderschrank hängen zu meinen Lieblingen. Eigentlich eine schöne Erkenntnis, aber ja nicht wirklich zielführend für diese Blogreihe.

Aber lasst uns drei Schritte zurückgehen. Der Schnitt, der tatsächlich als erstes in meinem Kopf erschien, war der auf meine Maße angepasste Shirt-Grundschnitt, den ich mir vor ein paar Jahren erstellte. Ich weiß wie viel initiale Arbeit und auch Nacharbeit in diesem Schnitt stecken. Den entwirft man als Hobbynäherin nicht einfach mal so nebenbei. (Zumindest ich konnte ich das nicht.) Doch der Aufwand lohnt sich definitiv. Denn wenn ich heute einen neuen Schnitt ausprobiere, lege ich gleich zu Beginn meinen Grundschnitt auf und vergleiche die Schnittführung. Dann gibt es hinterher kein böses Erwachen ..

Vielleicht seid ihr auch in der glücklichen Lage, die „normalen“ Schnitte ohne Anpassungen tragen zu können. Ich scheine so individuell ausgestattet zu sein, dass wirklich noch nie ein gekaufter Schnitt auf Anhieb passte. Mein Oberkörper besteht aus verschiedenen Konfektionsgrößen und die Länge meines Dekolletés ist 2cm länger als bei einem Standardkörper. Abnäher eines Baumwollkleides werden also weder auf der richtigen Höhe sein, noch kann ich den Schnitt an der dafür vorgesehenen Stelle verlängern, weil sich die vorgegebene Linie meist auf Höhe der Taille befindet.

Da ich gern nahezu all meine Kleidungsstücke selbst nähen mag, ist es beruhigend zu wissen, dass wenn ich ein normales Shirt brauche, ich einfach nur auf meinen Grundschnitt zurückgreife und mir in kürzester Zeit ein neues Shirt nähen kann. Letztens fehlte mir zu einem Rock ein einfaches dunkelblaues Shirt zur Kombination.

Blaues Shirt nach eigenem Schnitt

Die Ärmel sollten so knapp wie möglich sein. Ich holte meinen Grundschnitt hervor, googelte Tutorials zu Kappärmeln und legte los. Am Ende hielt ich das perfekte Shirt in den Händen, das genauso war, wie ich mir das vorstellte. Kein Kaufshirt hätte das erreichen können. Wenn Ihr also noch keinen Grundschnitt habt, kann ich ihn Euch nur wärmstens empfehlen!

Mein Lieblingsschnitt Nummer 1 ist also mein eigener, nahezu perfekt passende Grundschnitt.

Libellenshirt nach eigenem Schnitt

Da ich grundsätzlich eher schlichte Stoffe mit unauffälligem Muster wähle, lege ich besonderen Wert auf einen Schnitt mit dem gewissen Etwas. Ein bisschen ausgefallen, aber nicht zu sehr. Ein bisschen weiter geschnitten, aber immer noch figurbetont. Ja, ich bin anspruchsvoll..

Viele Schnitte, die neu auf den Markt kommen, sind mir zu tüdelig. Ein richtig guter Schnitt kommt für mich mit einfachen Linien aus und erzielt damit trotzdem eine große Wirkung.

Am liebsten mag ich aus dieser Kategorie Fledermausshirts.

Der folgende Burda-Schnitt ist für ein klassisches Fledermausshirt und mit ein paar Anpassungen (Weite und Länge) für mich ein Lieblingsschnitt.

Fledermausshirt gestreift

DER Schnitt aus dieser Kategorie ist aber derzeit das Batwing von named. Dort ist genau das umgesetzt, was ich weiter oben beschrieb. Die Idee an sich ist nicht neu. Aber die Umsetzung ist genial. Gerade eben ist dieses Shirt mein absoluter Liebling.  Das Shirt passt zu engen Jeans, aber auch zu meiner neuen Entdeckung: Boyfriend-Hosen. Der Schnitt ist nicht zu extravagant, aber trotzdem ein bisschen auffälliger als ein normales Fledermausshirt. Das mag ich sehr.

Batwing

Ein weiterer Schnitt, den ich ohne nachzudenken wieder nähen würde ist FrauAiko / FrauKarla. Ich habe für mich im Stoffbruch einiges an Weite rausgenommen und um 5cm verlängert. Aber da ich solche Anpassungen oft vornehmen muss, ist das für mich kein Makel.

Frau Aiko

Ihr seht schon, gerade bin ich eher an weiteren Sachen interessiert. Das liegt aber wirklich daran, dass ich bis jetzt weder Kaufkleidung noch Schnitte fand, die dann nicht aussehen wie ein Sack. Richtig enge Kleidung war noch nie so mein Ding. Für mich ist es extrem wichtig, dass ein weiteres Shirt trotzdem ein wenig figurbetont ist oder perfekt fällt.

Bei perfektem Fall denke ich sofort an Tante Hertha von echtknorke. Auch hier stimmt der Fall und das Gefühl eines Sackes ist gaaaaanz weit weg.

IMG_7317

Und über die Shirts gibt es DIE Strickjacke: Lola von Schnittchen.

Strickjacke Lola 1

Oh ich liebe diesen Schnitt. Die Jacke ist einfach mein Ding. Ein bisschen extravagant, perfekter Fall und super kombinierbar. Mit den beiden Varianten in blau und grau, komme ich schon gut hin, aber ich denke, da werden noch 1-2 weitere Jacken folgen.

Strickjacke Lola 2

Bei den Hosen bin ich noch in der Findungsphase. Ich habe Jenna von pattydoo und Velara von Schnittgeflüster ausprobiert, bin aber bei beiden noch nicht ganz zufrieden. In dieser Kategorie kann ich leider noch keinen Lieblingsschnitt benennen. Ebenso bei Kleiderschnitten. Da muss ich einfach noch ein bisschen probieren.

Dafür weiß ich genau, welche Schnitte ich nähe, wenn ich mal wieder einen neuen Rock brauche.

Lange bevor ich perfekte Shirts für mich nähte, wagte ich mich mit Amy von farbenmix an meinen ersten Rock. Und ich glaube wirklich, dass mich das Rocknähen so begeistern konnte, liegt tatsächlich an diesem Schnitt. Ich nähte in 6h meinen ersten perfekten Rock. Etwas, was ich bei Kaufmode nie erreichte. Egal welchen Rock ich probierte, er passte nie zu mir. Mit Amy hatte ich endlich die Möglichkeit, einen passenden Rock nach meinen Vorstellungen zu nähen.

libellenrock

Mittlerweile habe ich den Schnitt schon einige Male abgeändert und für mich verfeinert. Dazu kann ich auch nur das Freebie von Schneidernmeistern „Rock-It“ empfehlen. Mit ein bisschen Erfahrung, wie man einen Schnitt auf die eigenen Maße anpasst, ist der Schnitt wirklich klasse.

Rock It Chambray

Ein ganz fixer, aber wunderschöner Schnitt für einen Jerseyrock ist FrauAntje von schnittreif. Ich habe ihn erst diesen Sommer für mich entdeckt und bisher zwei perfekt sitzende Varianten genäht.

Rock FrauAntje

Na, habt ihr bis hierher durchgehalten?
Gefühlt hätte ich noch mind. 10 weitere Schnitte erwähnen können. Und gerade jetzt, da ich die Schlussworte formuliere, schießen mir schon wieder Schnitte durch den Kopf, die auch hierher gepasst hätten .. Aber es hieß ja „Lieblingsschnitte“, da muss man ja auch irgendwann mal aufhören.

Ganz wichtig ist für mich noch, dass jeder Schnitt eine bestimmte Art Stoff bevorzugt. Das sollte man immer im Hinterkopf haben und dafür auch mit der Zeit eine gewisses Händchen entwickeln oder einfach mal experimentieren. Für die Fledermausshirts eignen sich z.B. am besten fließende Stoffe. Ein Viskosejersey ist perfekt. Ein festerer Interlock wird wohl eher merkwürdig aussehen.

Früher habe ich den Stoff zu seinem Schnitt gezwungen. Das Ergebnis war dann dementsprechend nicht zufriedenstellend. Heute sehe ich den Schnitt und entscheide dann, welchen Stoff ich dafür benutze. Am liebsten schaue ich mir dazu verarbeitete Beispiele über die google-Bildersuche an. Darüber kann man sehr schön erkennen, welche Stoffqualität am besten passt.

So, nun höre ich aber auf ..

Liebe Fina, vielen Dank, dass ich dabei sein durfte! Ich bin schon sooooo auf die nächsten Lieblingsschnitte gespannt :*

 

Mehr von Sonia findet ihr hier:
www.meingewissesetwas.de
www.instagram.com/meingewissesetwas

 

Hier geht´s zu Teil den anderen Teilen der Blogserie:

Lieblingsschnitte- Blogreihe FinasIdeen
Lieblingsschnitte- feat. @mecki_macht