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Meine Nähfuß Lieblinge

Immer wieder kommt die Nachfrage nach meiner Nähausstattung. Daher starte ich hiermit eine neue Reihe und beginne heute damit, Dir meine Nähfuß Lieblinge vorzustellen.

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Meine Sammlung an Nähfüßen

Ich hatte die letzten Tage auf Instagram nach „Nähfüßen, auf die Du nicht verzichten kannst“ gefragt. Ich muss sagen, ich werde wohl nochmal einige Nähfüße etwas genauer unter die Lupe nehmen. Ganz lieben Dank für die vielen Tipps!

Obwohl ich sagen muss, dass ich bisher mit meiner (doch recht überschaubaren) Auswahl sehr zufrieden und auch fast wunschlos glücklich bin. Zumindest hatte ich in der letzten Zeit nicht das Gefühl, etwas zu vermissen.

Die für mich wichtigsten Nähfüße waren sogar beim Kauf meiner Maschine im Lieferumfang enthalten. Für meine Bequemlichkeit habe ich mir aber noch 4 zusätzliche Helferlein geleistet.

Diese möchte Dir heute vorstellen.
Schreibe mir gern in die Kommentare, welches Dein liebster Nähfuß ist und warum Du keinesfalls auf ihn verzichten kannst! Vielleicht setze ich ihn ja dann noch auf meine Liste 😉

Übrigens ist dies kein gesponserter Post. Ich habe die Maschine und die Nähfüße selbst gekauft und bin überzeugter Benina-Nutzer.

Wenn Du keine Lust auf Blogpost lesen hast, kannst Du Dir auch gern das passende Video anschauen:

Der Rücktransportfuß- mein Universalnähfuß

Für mich trägt er nicht umsonst die Nummer 1.
Der Rücktransportfuß ist mein meist genutzter Fuß, ständig in Gebrauch und war dazu auch noch im Lieferumfang meiner Maschine enthalten.

Mit ihm nähe ich alle Kleidungsstücke und er macht mir keine Probleme.

Er näht Jersey, Baumwolle oder flutschiges Viskose ohne Probleme und hat mich sogar beim Badelycra nicht im Stich gelassen.

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Der Blindstichfuß- meine Allzweckwaffe zum Kanten absteppen

Gleich nach dem Rücktransportfuß kommt in meiner Rangliste der Blindstichfuß, der mir auch beim Kauf der Maschine mitgeliefert wurde.

Er ist meine Geheimwaffe, wenn es um das Absteppen von Kanten geht.
Sei es zum Befestigen der Nahtzugabe, am Halsausschnitt, der Knopfleiste oder am Kragen. Überall da, wo ich eine präzise Naht haben möchte kommt der Blindstichfuß zum Einsatz.

Durch seine Führung kann er perfekt an der Kante entlang geführt werden und verrutscht nicht. Du musst dabei die Nadel seitlich versetzen. Bei meiner Maschine geht das in verschiedenen Abständen. Sollte das bei Deiner Maschine nicht gehen, hast Du aber sicherlich einen Geradstich, bei dem die Nadel seitlich verschoben wird.

Bei Bernina kann der Blindstichfuß leider nur mit einem Geradstich genutzt werden. Möchtest Du Kanten mit einem Zickzackstich absteppen, brauchst Du einen Schmalkantenfuß.

Bei anderen Maschinenherstellern ist das nicht der Fall. Es kann also bei Deiner Maschine durchaus anders (und etwas einfacher) sein.

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Der Quiltfuß- eine Alternative zum Blindstichfuß

Ich hatte mir den Quiltfuß für einen kurzen Abstecher ins quilten geleistet. Da die Abstände dort alle in Inch angegeben werden und das eine sehr krumme Zahl beim Umrechnen in Zentimeter ergibt, erleichtert es das Nähen enorm.

1Inch sind 2,54 cm

Für Bernina gibt es den Fuß als 1/4 Inch (6mm) oder 1/8 Inch (3mm).
Ich denke mal, das ist bei anderen Herstellern ähnlich.

Auch wenn meine Quiltkarriere vorläufig als beendet gilt, lässt sich der Fuß doch perfekt zum Absteppen von Kanten nutzen und hat den Vorteil, dass die Nadel dabei nicht seitlich versetzt werden muss.
Aber Achtung: die Naht ist deutlich weiter weg von der Kante, nämlich 3 oder 6mm.

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Der Biesenfuß- unverzichtbar für Biesenliebhaber (wie mich)

Ich liebe Biesen!

Angefangen hat es mit meiner Blusenliebe, an der die vordere Passe mit Biesen genäht werden kann. Ich finde Biesen sind einfach ein so wunderschönes Detail. Zart und unauffällig zurückhaltend geben sie einem Kleidungsstück das „Gewisse Etwas“.

Als ich die Blusenliebe probegenäht habe habe ich die Biesen noch einzeln per Hand gebügelt und dann abgenäht. Die Biesen werden dadurch zwar markanter als mit einem Biesenfuß genäht, aber es ist auch eine sehr fummelige Arbeit und man muss sehr genau aufpassen, dass die Biesen auch wirklich parallel sind.

Nachdem dann auch noch FinasKleid auf dem Nähplan stand war mir schnell klar, dass ich einen Biesenfuß ausprobieren möchte. Und hier war es wirklich Liebe auf den Ersten Blick!
Die Biesen müssen nur noch korrekt angezeichnet werden (das ist mit Kopierpapier ja gar kein Thema) und damit ist die halbe Arbeit auch schon getan.

Allerdings bestimmt die Festigkeit des Stoffes schon ein bisschen, wie markant die Biese später aussieht. Die Rillen des Fußes schieben den Stoff zusammen und die Nadeln der Zwillingsnadel nähen dann die Biese. Je steifer der Stoff, desto schwerer das Schieben. Allerdings gilt das auch bei flauschigerem Material wie Viskose. Deshalb vorher immer testen ob und wie die Biese später am Material ausschaut.

Auf meinem YouTube Kanal habe ich zum Biesen nähen auch noch ein passendes Video.

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Der Rollsaumfuß- schöne dünne Säume für leichte Stoffe

Die Überschrift sagt ja schon alles.

Ich mag meine Overlockmaschine wirklich gern und nähe auch gern mit ihr Rollsäume. Allerdings möchte ich bei feinen Stoffen oder Tüchern lieber eine leichtere und unauffälligere Saumlösung.

Der Umgang mit dem Fuß braucht allerdings etwas Übung und Geduld (und ich übe mich noch im Umgang).

Für das Ergebnis lohnt sich das aber!

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Der Knopfannähfuß- die Alternative für kleine Faultiere wie mich

Also wenn ich etwas nicht leiden kann, dann ist es Knöpfe annähen!

Also ich beim Durchstöbern der Nähfußabteilung über den Knopfannähfuß (was für ein geniales Wort) gestolpert bin, musste er mit.

Das Nähen geht denkbar einfach:
– Zickzackstich einstellen
– Maschine muss auf der Stelle nähen
– Breite des Stiches passend zum Abstand der Löcher einstellen
– Gas geben 😉

Natürlich kann man das auch problemlos mit dem Rücktransportfuß nähen, allerdings hat man mit dem Knopfannähfuß einen viel besseren Blick und durch den kleinen Metallstab hat der Knopf später auch das nötige Spiel, um noch bequem durch das Knopfloch zu passen.

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Der Knopflochfuß- mein Angstgegner ist besiegt

Knopflöcher nähen ist ja immer sehr nervenaufreibend (kommt bei mir direkt nach dem Knopf annähen 😉 ). Ich denke mal, dir geht es da ähnlich. Schließlich sind sie das I-Tüpfelchen am Kleidungsstück.
Sie werden meist als Letztes genäht und wenn dann etwas schief geht, ist das schon immer arg ärgerlich. Ich denke, ein gutes Knopfloch hängt auch immer vom Nähfuß ab und ich kann nur sagen, dass ich auf meinen schwöre.

So ganz wird die Aufregung beim Knopfloch nähen wohl nie weg sein, aber ich kann behaupten, dass ich mit diesem Fuß hier (war im Lieferumfang dabei) viiiiiiiel entspannter bin.

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Fazit

Ich denke nicht, dass man besonders viele Nähfüße braucht, um sein Nähziel zu erreichen.
Oft lohnt sich das experimentieren mit den vorhandenen Nähfüßen. Bei genauerer Betrachtung sind sie nämlich äußerst vielfältig einsetzbar.
Zudem liefern die meisten Hersteller zur Maschine bereits eine richtig tolle Auswahl.
Bei spezielleren Wünschen wirst Du aber sicher auch ganz schnell fündig.

Ganz liebe Grüße
Fina

meine neusten Schnittmuster

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